Am meisten profitieren Branchen mit hohem internem Materialfluss und repetitiven Transportaufgaben von Routenzügen: allen voran die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Lebensmittelproduktion, der E-Commerce und die Paketlogistik. Überall dort, wo Waren regelmäßig zwischen festen Stationen bewegt werden, ersetzt ein Routenzug mehrere Einzelfahrten und spart dabei Zeit, Kosten und Platz. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den Routenzug-Einsatz in verschiedenen Branchen.
Welche Vorteile bieten Routenzüge gegenüber Gabelstaplern?
Routenzüge transportieren in einer einzigen Fahrt deutlich mehr Ladung als ein Gabelstapler und tun das auf festen, planbaren Routen. Das reduziert den Fahrzeugverkehr in der Produktion, senkt das Unfallrisiko und macht aufwendige Sequenzierungen überflüssig. Kurz gesagt: Routenzüge bringen mehr Effizienz bei gleichzeitig mehr Sicherheit.
Gabelstapler sind flexibel einsetzbar, aber genau diese Flexibilität hat ihren Preis. Sie benötigen breite Fahrgassen, qualifizierte Fahrer mit Staplerschein und erzeugen in belebten Produktionshallen ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Routenzüge hingegen fahren definierte Milkrun-Strecken, auf denen Waren kontinuierlich und vorhersehbar zirkulieren.
Unsere LiftLiner Routenzüge sind speziell für gabelstaplerfreie Umgebungen entwickelt worden. Mit einer Länge von nur 9.600 mm für drei Anhänger sind sie die kompaktesten Lösungen auf dem Markt. Das patentierte Scherenkupplungssystem sorgt für präzise Spurtreue auch in engen Gängen, und die innovative Neigetechnik ermöglicht ein ergonomisches Be- und Entladen von beiden Seiten in nur wenigen Sekunden.
- Weniger Unfälle: Kein Kreuzungsverkehr zwischen Staplern und Fußgängern
- Höhere Kapazität: Ein Routenzug ersetzt mehrere Einzelfahrten
- Geringere Betriebskosten: Weniger Fahrzeuge, weniger Fahrer, weniger Wartung
- Keine Sequenzierung nötig: Beidseitiges Be- und Entladen ohne vorherige Sortierung
- Ergonomie: Schwere Lasten bis zu einer Tonne werden sicher und rückenschonend gehandhabt
Für Betriebe, die den Umstieg konkret planen, haben wir ein praktisches Berechnungstool entwickelt. Mit dem LiftLiner-ROI-Rechner schätzen Sie schnell, wie viele Routenzüge Ihr Betrieb benötigt und wie hoch das jährliche Einsparpotenzial ist.
In welchen Branchen werden Routenzüge am häufigsten eingesetzt?
Routenzüge kommen überall dort zum Einsatz, wo Waren auf festen internen Wegen regelmäßig transportiert werden müssen. Die häufigsten Branchen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Elektronikfertigung, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie E-Commerce und Paketlogistik. Der gemeinsame Nenner: hohe Transportfrequenz, klare Routen und der Wunsch nach gabelstaplerfreier Intralogistik.
Automobilindustrie und Maschinenbau
Die Automobilindustrie gilt als Ursprungsbranche des Milkrun-Konzepts. Bauteile und Komponenten müssen in kurzen Taktzeiten an die Montagelinie geliefert werden, ohne den Produktionsfluss zu unterbrechen. Routenzüge übernehmen diese Aufgabe zuverlässig und taktgenau. Bosch Rexroth in Slowenien nutzt beispielsweise unsere Ladungsträger und LiftLiner Routenzüge, um Produkte zwischen 0,5 und 250 kg sicher und flexibel durch die Fertigung zu transportieren.
E-Commerce und Paketlogistik
Im E-Commerce und in der Paketlogistik geht es um Geschwindigkeit und Volumen. Posti in Finnland setzt unseren LiftLiner Routenzug ein, um große und sperrige Pakete intern zu transportieren und den intensiven Gabelstaplerverkehr zu reduzieren. Das Ergebnis: schnellere Paketprozesse und mehr Sicherheit für die Mitarbeitenden. Unser LiftLiner RC transportiert bis zu acht Rollbehälter oder Bodenroller in einem einzigen Zug und ist damit ideal für Kommissionierbereiche mit hohem Durchsatz.
Elektronikfertigung und weitere Industrien
Auch in der Elektronikfertigung, der Pharmaindustrie und der Konsumgüterproduktion gewinnt der Routenzug-Einsatz an Bedeutung. Überall dort, wo empfindliche Bauteile sicher und ohne Erschütterungen transportiert werden müssen und gleichzeitig enge Platzverhältnisse herrschen, punkten kompakte Routenzugsysteme gegenüber schweren Flurförderzeugen.
Wann lohnt sich ein Routenzug für ein Unternehmen?
Ein Routenzug lohnt sich, wenn ein Betrieb regelmäßige, wiederkehrende Transportaufgaben zwischen festen Stationen hat und dabei mehrere Einzelfahrten mit Gabelstaplern oder Handwagen ersetzt werden können. Als Faustregel gilt: Je höher die Transportfrequenz und je mehr Stationen eine Route verbindet, desto schneller amortisiert sich die Investition.
Konkret lohnt sich der Umstieg auf Milkrun-Logistik besonders dann, wenn folgende Punkte zutreffen:
- Mehrere Produktionslinien oder Arbeitsstationen werden regelmäßig mit Material versorgt
- Gabelstapler verursachen Staus, Unfälle oder hohe Betriebskosten
- Mitarbeitende tragen oder schieben schwere Lasten manuell
- Die Anlage hat enge Gänge oder begrenzte Wendeflächen
- Der Betrieb möchte Lean-Logistik-Prinzipien umsetzen
Unternehmen wie Parvalux in Großbritannien haben beim Bau eines neuen Werks von Anfang an auf den LiftLiner Routenzug gesetzt und damit einen effizienten, sicheren und zuverlässigen internen Materialtransport etabliert. Das zeigt: Ein Routenzug ist nicht nur eine Lösung für bestehende Probleme, sondern auch eine kluge Entscheidung beim Neuaufbau von Logistikprozessen.
Mehr über unsere Routenzug-Lösungen erfahren Sie auf unserer Produktseite für Routenzüge.
Wie wirkt sich ein Routenzug auf die Nachhaltigkeit der Logistik aus?
Routenzüge verbessern die Nachhaltigkeit der internen Logistik auf mehreren Ebenen: Sie reduzieren den Energieverbrauch durch gebündelte Transportfahrten, verringern den Verschleiß durch weniger Fahrzeuge im Einsatz und verlängern die Lebensdauer von Ladungsträgern durch schonendere Handhabung. Im Vergleich zu einer großen Gabelstaplerflotte schneidet ein elektrisch betriebenes Routenzugsystem in der Gesamtbilanz deutlich besser ab.
Elektrische Routenzüge wie der LiftLiner erzeugen keine lokalen Emissionen in der Produktionshalle, was die Luftqualität für Mitarbeitende verbessert. Gleichzeitig sinkt der Gesamtenergiebedarf, weil ein Routenzug mehrere Transportaufgaben in einer Fahrt bündelt, anstatt dass mehrere Stapler einzeln fahren.
Nachhaltigkeit in der Intralogistik bedeutet aber auch Langlebigkeit. Unsere LiftLiner Routenzüge sind für den dauerhaften Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen gebaut und auf einen langen Produktlebenszyklus ausgelegt. Das senkt den Ressourcenverbrauch über die gesamte Nutzungsdauer und reduziert die Gesamtbetriebskosten spürbar.
Ein weiterer Nachhaltigkeitsfaktor ist die Mitarbeiterzufriedenheit. Ergonomische Arbeitsmittel reduzieren Fehlzeiten durch Verletzungen und körperliche Überlastung. Das ist gut für die Menschen und gut für den Betrieb. Wer heute in eine zukunftsfähige interne Logistik investiert, profitiert langfristig von stabilen Prozessen, zufriedenen Teams und einer deutlich verbesserten Ressourceneffizienz.
Sie möchten wissen, ob ein Routenzug die richtige Lösung für Ihren Betrieb ist? Kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gerne individuell.