Wie reduzieren Routenzüge die internen Transportkosten?

Routenzüge reduzieren interne Transportkosten, indem sie mehrere Fahrten zu einer einzigen, geplanten Route zusammenfassen und so den Ressourceneinsatz deutlich senken. Statt einzelner Gabelstaplerfahrten für jeden Auftrag transportiert ein Routenzug mehrere Ladungsträger gleichzeitig entlang fester Strecken. Das senkt Personalkosten, verringert den Fahrzeugverschleiß und erhöht die Planbarkeit im innerbetrieblichen Transport. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Routenzüge in der Logistik.

Wie funktioniert ein Routenzug im Lager?

Ein Routenzug im Lager besteht aus einem elektrischen Schlepper, der mehrere Anhänger oder Ladungsträger gleichzeitig zieht und dabei feste Routen in regelmäßigen Taktzyklen abfährt. An vordefinierten Haltepunkten werden Waren abgegeben und neue aufgenommen, ähnlich wie bei einem Buslinienkonzept für den innerbetrieblichen Transport.

Das Prinzip stammt aus der Lean-Logistik und wird häufig auch als Milkrun-Logistik bezeichnet. Der Begriff “Milkrun” beschreibt den regelmäßigen, getakteten Umlauf: Der Routenzug fährt nach einem festen Zeitplan, unabhängig davon, ob alle Haltepunkte voll ausgelastet sind oder nicht. Diese Planbarkeit ist einer der größten Vorteile gegenüber bedarfsgesteuerten Einzelfahrten.

Was wird transportiert?

Routenzüge eignen sich für eine Vielzahl von Ladungsträgern: Rollbehälter, Paletten, Gitterboxen oder spezielle Produktionsbehälter. Unser LiftLiner Routenzug kann unterschiedlich große Ladungsträger ohne Kapazitätsverlust transportieren und von beiden Seiten be- und entladen werden. Das macht eine aufwendige Vorsequenzierung überflüssig.

Wie läuft ein Takt ab?

Der Fahrer fährt eine festgelegte Route ab, hält an definierten Stationen, tauscht volle gegen leere Ladungsträger aus und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Dieser Zyklus wiederholt sich in gleichmäßigen Abständen, typischerweise alle 20 bis 60 Minuten, je nach Betriebsgröße und Materialfluss.

Welche Kostenvorteile bieten Routenzüge gegenüber Gabelstaplern?

Routenzüge bieten gegenüber Gabelstaplern mehrere direkte Kostenvorteile: Sie benötigen weniger Bedienpersonal pro transportierter Einheit, verursachen geringere Betriebskosten und ermöglichen eine effizientere Flächennutzung im Lager. Gleichzeitig senken sie die Unfallkosten, weil die Sicherheitsrisiken im Mischbetrieb mit Fußgängern deutlich abnehmen.

Gabelstapler sind für punktuelle Schwerlasttransporte und das Einlagern von Paletten in Hochregale unverzichtbar. Im kontinuierlichen innerbetrieblichen Materialtransport zwischen Lager und Produktion sind sie jedoch vergleichsweise teuer und ineffizient. Ein Gabelstapler transportiert in der Regel eine Palette pro Fahrt, während ein Routenzug in einer einzigen Runde mehrere Ladungsträger bewegt.

Hinzu kommen Folgekosten: Gabelstapler erfordern breitere Fahrgassen, was wertvolle Lagerfläche bindet. Sie verbrauchen mehr Energie pro transportierter Einheit und stellen höhere Anforderungen an Wartung und Fahrerschulung. In gabelstaplerfreien Umgebungen sinken außerdem die Versicherungsprämien und die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen wie Schutzgitter oder Bodenmarkierungen.

  • Personalkosten: Ein Fahrer bedient mehrere Ladungsträger gleichzeitig
  • Energiekosten: Elektrische Routenzüge verbrauchen weniger Energie pro transportierter Einheit
  • Flächenkosten: Schmalere Fahrgassen möglich, mehr Nutzfläche im Lager
  • Wartungskosten: Geringerer Verschleiß durch niedrigere Geschwindigkeiten und einfachere Technik
  • Sicherheitskosten: Weniger Unfälle, geringere Haftungsrisiken

Wie viel lässt sich durch Routenzüge konkret einsparen?

Das Einsparpotenzial durch Routenzüge hängt stark von der Ausgangssituation ab, lässt sich aber in drei Bereichen konkret messen: reduzierter Personaleinsatz, niedrigere Betriebskosten pro Transporteinheit und geringere Flächenkosten durch kompaktere Fahrzeuge. Betriebe, die von Gabelstaplern auf Routenzüge umsteigen, berichten regelmäßig von spürbaren Effizienzgewinnen im innerbetrieblichen Transport.

Posti Finnland beispielsweise hat unseren LiftLiner Routenzug eingeführt, um die Paketabwicklung zu optimieren und den intensiven Gabelstaplerverkehr zu reduzieren. Das Ergebnis: gesteigerte Prozesseffizienz und verbesserte Sicherheit für die Mitarbeitenden. Bosch Rexroth in Slowenien nutzt eine Kombination aus unseren Ladungsträgern und dem LiftLiner, um Produkte zwischen 0,5 und 250 kg effizient zu transportieren, ohne auf Gabelstapler angewiesen zu sein.

Wer die Einsparungen für den eigenen Betrieb konkret berechnen möchte, kann dafür unser speziell entwickeltes Tool nutzen. Mit dem LiftLiner ROI-Rechner lässt sich schnell abschätzen, wie viele Routenzüge ein Betrieb benötigt, wie hoch das jährliche Einsparpotenzial ist und wie schnell sich die Investition amortisiert.

Die tatsächliche Amortisationszeit variiert je nach Betriebsgröße, Schichtmodell und bisheriger Fahrzeugflotte. Wichtig ist, bei der Kalkulation nicht nur die direkten Betriebskosten zu berücksichtigen, sondern auch indirekte Faktoren wie Ausfallzeiten, Unfallkosten und den Aufwand für Fahrzeugwartung.

Wann lohnt sich die Einführung eines Routenzugsystems?

Ein Routenzugsystem lohnt sich, wenn der innerbetriebliche Transport regelmäßig, planbar und über feste Strecken stattfindet. Betriebe mit mehreren Produktionslinien, langen Transportwegen zwischen Lager und Fertigung oder einem hohen Volumen an Einzelfahrten profitieren am stärksten von der Umstellung auf Milkrun-Logistik.

Besonders geeignet sind Umgebungen, in denen Gabelstapler und Fußgänger sich denselben Bereich teilen, denn hier ist das Sicherheitsargument besonders stark. Routenzüge fahren langsamer, folgen festen Strecken und sind für alle Beteiligten besser planbar. Das reduziert Unfallrisiken und schafft klarere Verantwortlichkeiten im Lager.

Auch für wachsende Betriebe ist der Zeitpunkt relevant: Wer eine neue Produktionshalle plant oder seinen Materialfluss grundlegend neu organisiert, kann von Anfang an auf ein gabelstaplerfreies Konzept setzen. Parvalux hat genau das getan und in seinem neuen Werk in Poole direkt auf den LiftLiner Routenzug und passende Ladungsträger gesetzt. Der implementierte Milkrun-Prozess erhöht dort Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit des internen Materialtransports von Beginn an.

Weniger geeignet sind Routenzüge für sehr unregelmäßige Transportanforderungen, stark wechselnde Routen oder Bereiche, in denen ausschließlich Schwerlasttransporte über 1.000 kg anfallen. In gemischten Umgebungen lässt sich ein Routenzugsystem jedoch gut mit verbleibendem Gabelstaplereinsatz kombinieren, um das Beste aus beiden Welten zu nutzen.

Wenn Sie mehr über unsere Routenzug-Lösungen erfahren möchten, finden Sie alle Details zu unserer LiftLiner Produktfamilie auf unserer Routenzug-Produktseite. Oder sprechen Sie direkt mit uns: Wir helfen Ihnen gerne dabei, die richtige Lösung für Ihren Betrieb zu finden. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und wir beraten Sie unverbindlich.