Wie reduziert ein Routenzug den Staplerverkehr in der Produktion?

Ein Routenzug kann den Staplerverkehr in einem Produktionsbetrieb erheblich reduzieren, in vielen Fällen sogar vollständig ersetzen. Statt mehrerer Gabelstapler, die unkontrolliert durch Produktionshallen fahren, übernimmt ein Routenzug den gesamten Materialtransport auf festen Routen, gebündelt und planbar. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Routenzüge in der Produktion.

Wie viel Staplerverkehr kann ein Routenzug tatsächlich ersetzen?

Ein einziger Routenzug kann je nach Betriebsgröße und Streckenlänge mehrere Gabelstapler ersetzen, da er in einem Umlauf deutlich mehr Ladungsträger transportiert als ein Stapler in der gleichen Zeit. Betriebe, die auf einen Milkrun-Prozess umstellen, berichten regelmäßig davon, dass sie ganze Staplerflotten durch wenige Routenzüge ablösen konnten.

Der Grund dafür liegt in der Transportlogik: Ein Gabelstapler fährt meist einzelne Paletten oder Ladungsträger von A nach B und kehrt dann leer zurück. Ein Routenzug hingegen bedient mehrere Abgabestationen in einem einzigen Umlauf und transportiert dabei mehrere Ladungsträger gleichzeitig. Das reduziert nicht nur die Anzahl der Fahrten, sondern auch die Gesamtfahrstrecke im Betrieb spürbar.

Unser LiftLiner Routenzug transportiert beispielsweise bis zu acht Rollbehälter oder Dollies in einem Zug und kann von beiden Seiten be- und entladen werden, ohne dass eine aufwendige Sequenzierung nötig ist. Das macht jeden Umlauf maximal effizient. Wie viele Routenzüge Ihr Betrieb konkret benötigt, lässt sich mit unserem LiftLiner ROI-Tool schnell und unkompliziert berechnen.

Wie funktioniert ein Routenzug im laufenden Produktionsbetrieb?

Ein Routenzug fährt im laufenden Produktionsbetrieb auf festgelegten Routen, den sogenannten Milkruns, und versorgt Produktionslinien oder Arbeitsstationen regelmäßig mit Material. Der Bediener koppelt Ladungsträger an, fährt die Route ab, lädt an den vorgesehenen Stationen ab und nimmt leere Behälter wieder mit zurück. Der Ablauf ist getaktet und vorhersehbar.

Der entscheidende Vorteil gegenüber dem spontanen Staplerverkehr ist die Planbarkeit. Produktionsmitarbeiter wissen, wann das nächste Material ankommt. Das reduziert Wartezeiten, verhindert Engpässe und macht den gesamten Materialfluss transparenter.

Be- und Entladen ohne Umwege

Unser LiftLiner lässt sich ohne Umbau von beiden Seiten beladen. Das bedeutet: Kein U-Turn, keine Neuausrichtung, keine verlorene Zeit. Die spezielle Neigetechnik kippt den Ladungsträger beim Entladen automatisch in Richtung des Bedieners, sodass auch schwere Lasten bis zu einer Tonne sicher und ergonomisch gehandhabt werden. Das Anheben dauert nur wenige Sekunden.

Integration in automatisierte Prozesse

Routenzüge lassen sich auch in automatisierte Intralogistiksysteme einbinden. ZF in Tschechien setzt unseren LiftLiner in Kombination mit einem fahrerlosen Transportsystem (AGV) ein. Der Zug fährt dabei autonom zu den Abgabestationen und hält automatisch an den vorgesehenen Positionen. Das ermöglicht eine Teilautomatisierung ohne vollständigen Umbau der bestehenden Infrastruktur.

Welche Sicherheitsvorteile hat ein Routenzug gegenüber Staplern?

Ein Routenzug verbessert die Arbeitssicherheit in der Produktion deutlich, weil er auf festen Routen fährt, langsamer unterwegs ist und keine großen Hubmaste hat, die die Sicht einschränken. Gabelstapler sind in gemischten Bereichen, in denen Fußgänger und Fahrzeuge aufeinandertreffen, eine der häufigsten Unfallquellen in Produktionshallen.

Routenzüge trennen den Materialfluss vom Personenverkehr nicht durch bauliche Maßnahmen, sondern durch klare, vorhersehbare Bewegungsmuster. Das macht es für Mitarbeitende einfacher, sich sicher zu bewegen.

Unser LiftLiner bringt zusätzliche konstruktive Sicherheitsmerkmale mit:

  • Das Kupplungssystem verhindert ein unbeabsichtigtes Durchschreiten der Wagen
  • Der Zug bewegt sich nur, wenn alle Wagen verriegelt sind
  • Die abgerundeten Konturen der Ladungsträger reduzieren das Verletzungsrisiko
  • Die Neigetechnik sorgt für eine ergonomische Handhabung und verhindert Überbelastungen

Posti in Finnland hat unseren LiftLiner eingeführt, um den intensiven Gabelstaplerverkehr zu reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit der Mitarbeitenden zu verbessern. Beide Ziele wurden erreicht.

Wann lohnt sich ein Routenzug mehr als ein Stapler?

Ein Routenzug lohnt sich mehr als ein Gabelstapler, wenn eine regelmäßige Materialversorgung auf festen Routen gefragt ist, die Produktionshalle eng gebaut ist oder wenn Sicherheit und Ergonomie eine wichtige Rolle spielen. Je höher das Transportaufkommen und je enger die Wege, desto deutlicher fällt der Vorteil aus.

Konkret empfiehlt sich ein Routenzug besonders in diesen Situationen:

  • Mehrere Produktionslinien müssen regelmäßig und getaktet mit Material versorgt werden
  • Gabelstapler und Fußgänger teilen sich dieselben Gänge
  • Die Sequenzierung von Lieferungen kostet zu viel Zeit und Personal
  • Der Betrieb will den Fachkräftemangel abfedern und Prozesse teilautomatisieren
  • Die Gesamtbetriebskosten sollen langfristig gesenkt werden

Ein Gabelstapler bleibt sinnvoll, wenn unregelmäßige Schwertransporte anfallen oder Lasten in große Höhen gehoben werden müssen. Für den regelmäßigen, horizontalen Materialtransport in der Produktion ist ein Routenzug die effizientere und sicherere Wahl.

Bosch Rexroth in Slowenien kombiniert beide Ansätze: Für den horizontalen Transport zwischen 0,5 und 250 kg setzen sie unsere Ladungsträger und den LiftLiner ein. Das Ergebnis ist ein modulares, flexibles System, das unterschiedliche Anforderungen abdeckt, ohne auf Gabelstapler angewiesen zu sein.

Möchten Sie wissen, wie schnell sich ein Routenzug in Ihrem Betrieb amortisiert? Fordern Sie jetzt Zugang zu unserem LiftLiner ROI-Rechner an und berechnen Sie Ihr persönliches Einsparpotenzial. Oder kontaktieren Sie uns direkt, wenn Sie eine individuelle Beratung bevorzugen.