Automatisierung starten: Eine Roadmap zur Integration von AGVs und AMRs in Lieferkettenprozesse

Automatisierung ist längst keine Option mehr – sie ist unverzichtbar. Diese Roadmap zeigt Ihnen, wie Sie AGVs und AMRs integrieren, um Ihre Abläufe zu optimieren und Ihre Lieferkette zukunftssicher zu gestalten.

In der heutigen schnelllebigen Industrie ist Automatisierung kein Luxus mehr – sie ist eine Notwendigkeit. Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen Automatisierung nutzen, um Abläufe zu optimieren, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Eine der wirkungsvollsten Entwicklungen in diesem Bereich ist die Einführung von Fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) und Autonomen Mobilen Robotern (AMRs). Diese Technologien automatisieren die Materialhandhabung, minimieren menschliche Fehler und steigern die Produktivität. Doch wie beginnt ein Unternehmen diese Reise?

Diese Roadmap führt Sie durch die wesentlichen Schritte zur Integration von AGVs und AMRs in Ihre Lieferkettenprozesse.

Grundlagen verstehen
Bevor Sie entscheiden, was automatisiert werden soll, ist es wichtig, den Unterschied zwischen AGVs und AMRs zu kennen.

AGVs folgen in der Regel vordefinierten Pfaden – gesteuert durch Magnetstreifen, Kabel oder Sensoren – und eignen sich ideal für vorhersehbare, sich wiederholende Aufgaben in strukturierten Umgebungen, wie z. B. den Transport von Waren zwischen Stationen in einer Produktionsanlage. AMRs hingegen nutzen fortschrittlichere Technologien wie LIDAR und Kamerasysteme, um sich dynamisch in sich verändernden Umgebungen zu bewegen. Sie sind besonders geeignet für flexible Abläufe, die Echtzeitentscheidungen erfordern, da sie Hindernissen ausweichen und effizient umleiten können.

Automatisierungsziele definieren
Bestimmen Sie zunächst, was Sie mit der Automatisierung erreichen möchten. Möchten Sie den Durchsatz erhöhen? Betriebskosten senken? Die Arbeitssicherheit verbessern? Oder Ihre Abläufe skalieren, ohne die Personalkosten deutlich zu steigern?

Klare, messbare Ziele geben Orientierung und helfen, die Investition zu rechtfertigen. Wenn z. B. die Sicherheit im Vordergrund steht, konzentrieren Sie sich auf die Automatisierung gefährlicher Aufgaben. Wenn der Durchsatz das Problem ist, identifizieren Sie manuelle Prozesse, die die Produktion verlangsamen.

Bestehende Abläufe bewerten
Führen Sie eine grobe Machbarkeitsanalyse Ihrer aktuellen Arbeitsabläufe durch. Suchen Sie nach Engpässen oder Bereichen, die anfällig für Fehler und Verzögerungen sind. Beobachten Sie, wie Materialien durch Ihre Anlage bewegt werden – wo wiederholen sich Aufgaben und wo ist Flexibilität gefragt?

Bewerten Sie auch, ob Ihre Infrastruktur AGV-/AMR-Technologie unterstützt. Berücksichtigen Sie Bodenbeschaffenheit, Platzverfügbarkeit, WLAN-Konnektivität und bauliche Einschränkungen. Diese Analyse hilft Ihnen, die besten Kandidaten für die Automatisierung zu identifizieren.

Die richtige Technologie und Partner wählen
Die Auswahl der passenden Technologie beginnt mit der Abstimmung des AGV- oder AMR-Typs auf Ihre betrieblichen Anforderungen. Benötigen Sie z. B. ein Fahrzeug im Gabelstapler-Stil, einen Unterfahrroboter oder ein Schleppsystem?

Entscheiden Sie, ob eine Standardlösung ausreicht oder eine maßgeschneiderte Lösung erforderlich ist. Wichtiger noch: Wählen Sie einen Technologiepartner, der Ihre Branche versteht und kontinuierliche Unterstützung bietet – einschließlich Inbetriebnahme, Wartung und Schulung. Achten Sie darauf, dass das System reibungslos mit Ihrer bestehenden Software – wie WMS oder ERP – und Peripheriegeräten wie Türen und Sensoren integriert wird.

Pilotprojekt und Validierung
Wenn Sie neu in der Welt der AGVs oder AMRs sind, starten Sie nicht direkt mit einer vollständigen Implementierung. Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt – einem einfachen, abgegrenzten Prozess in einem bestimmten Bereich. So kann Ihr Team praktische Erfahrungen sammeln, ohne das System zu überfordern.

Sammeln Sie während des Piloten Daten zu wichtigen Leistungskennzahlen wie Ausfallzeiten, Fehlerquoten und Effizienzgewinnen. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihren ursprünglichen Zielen. Ist der Pilot erfolgreich, können Sie die Automatisierung ausweiten. Falls nicht, analysieren Sie die Probleme und optimieren Sie das Setup, bevor Sie fortfahren.

Skalierung und kontinuierliche Verbesserung
Ein erfolgreicher Pilot ist nur der Anfang. Skalieren Sie schrittweise – führen Sie die Automatisierung nach und nach in verschiedenen Bereichen ein und testen Sie jede Phase gründlich.

Ebenso wichtig ist die Vorbereitung Ihrer Mitarbeitenden. Bieten Sie Schulungen an und setzen Sie Change-Management-Strategien ein, um den Übergang zu erleichtern und Widerstände zu minimieren. Nach der vollständigen Implementierung sollten Sie die Leistung weiterhin überwachen. Nutzen Sie die gesammelten Daten für kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen, um Ihre Investition optimal zu nutzen.

Zukunftssicherheit gewährleisten
Automatisierungstechnologien entwickeln sich rasant. Um Ihre Investition zukunftssicher zu machen:

  • Bleiben Sie über Entwicklungen in KI, maschinellem Lernen und IoT informiert.
  • Wählen Sie skalierbare, flexible Lösungen, die sich an neue Anforderungen anpassen lassen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Strategie und Leistungskennzahlen, um der Entwicklung voraus zu sein.

Die Integration von AGVs und AMRs ist ein bedeutender Schritt in Richtung umfassender Automatisierung und bietet vielfältige Vorteile – von betrieblicher Effizienz bis hin zu erhöhter Sicherheit. Durch das Verständnis der Technologie, die Definition Ihrer Ziele, die Bewertung Ihrer Abläufe und eine sorgfältige Planung können Sie diesen Wandel erfolgreich gestalten und langfristigen Nutzen aus Ihrer Investition ziehen.

Da sich die Landschaft der industriellen Automatisierung ständig weiterentwickelt ist Anpassungsfähigkeit und Informationskompetenz entscheidend für den langfristigen Erfolg in einer zunehmend automatisierten Welt. Für weitere Informationen oder Fragen wenden Sie sich bitte an Aaron Zimmerer unter [email protected].

 

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