Warum sind beidseitige Be- und Entladung ein Vorteil bei Routenzügen?

Beidseitige Be- und Entladung ist ein Vorteil bei Routenzügen, weil sie Wendemanöver überflüssig macht und den Materialfluss in beide Richtungen gleichzeitig ermöglicht. Das spart Zeit, reduziert Wartezeiten an Abgabestationen und macht den Betrieb flexibler, weil Ladungsträger unabhängig von ihrer Position im Zug be- oder entladen werden können. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den beidseitigen Zugang bei Routenzügen.

Wie verbessert beidseitige Be- und Entladung den Materialfluss im Betrieb?

Beidseitige Be- und Entladung verbessert den Materialfluss, weil der Routenzug nicht gewendet oder neu positioniert werden muss, um Ladungsträger auf der anderen Seite zu erreichen. Der Bediener kann von beiden Seiten auf jeden Wagen zugreifen, was den Durchlauf an jeder Station beschleunigt und Staus im Produktionsbereich verhindert.

In der internen Logistik ist ein reibungsloser Materialfluss direkt mit der Produktivität verknüpft. Jede Verzögerung an einer Station pflanzt sich durch die gesamte Lieferkette fort. Wenn ein Routenzug nur von einer Seite beladen werden kann, entstehen unnötige Wartezeiten, weil entweder der Zug oder die Mitarbeitenden um den Zug herumgehen müssen.

Mit beidseitigem Zugang entfällt außerdem die aufwendige Vorab-Sequenzierung der Ladungsträger. Normalerweise müssen Wagen in einer bestimmten Reihenfolge beladen werden, damit sie an der richtigen Station entladen werden können. Wenn der Zugang von beiden Seiten möglich ist, spielt die Reihenfolge keine Rolle mehr. Das gibt dem Bediener mehr Flexibilität und reduziert die Planungsarbeit erheblich.

Unser LiftLiner Routenzug nutzt genau dieses Prinzip. Er lässt sich ohne Umbau oder Modifizierung von beiden Seiten mit K.Hartwall Ladungsträgern in unterschiedlichen Größen beladen, was den Logistikprozess durchgängig optimiert und die Effizienz im gesamten Betrieb steigert.

Welche Zeitersparnisse entstehen durch beidseitigen Zugang beim Routenzug?

Beidseitiger Zugang beim Routenzug spart Zeit an drei zentralen Stellen: beim Beladen, beim Entladen und beim Positionieren des Zuges an der Station. Weil kein Wendemanöver nötig ist und jeder Ladungsträger direkt erreichbar bleibt, verkürzt sich die Standzeit des Zuges an jeder Abgabestation spürbar.

Konkret bedeutet das: Der Bediener muss nicht mehr um den gesamten Zug herumgehen, um auf die andere Seite zu gelangen. Gerade bei längeren Routenzügen mit mehreren Wagen ist das ein erheblicher Zeitaufwand, der sich bei jedem Umlauf wiederholt. Über einen ganzen Arbeitstag summieren sich diese Minuten schnell zu messbaren Effizienzverlusten.

Schnelleres Be- und Entladen dank Neigetechnik

Ein weiterer Zeitfaktor ist die Geschwindigkeit des eigentlichen Lade- und Entladevorgangs. Unser LiftLiner hebt Lasten von bis zu 1.000 kg in nur drei Sekunden. Die spezielle Neigetechnik sorgt dafür, dass sich der Ladungsträger beim Entladen automatisch in Richtung des Bedieners neigt und die Räder sich gleichzeitig in die Rollrichtung drehen. Das macht den Vorgang nicht nur schneller, sondern auch ergonomischer.

Keine Sequenzierung bedeutet weniger Planungszeit

Wenn die Reihenfolge der Ladungsträger keine Rolle mehr spielt, entfällt die zeitaufwendige Sequenzierung vor dem Beladen. Das spart nicht nur Zeit am Routenzug selbst, sondern auch in der vorgelagerten Planung und Kommissionierung. Der gesamte Prozess wird schlanker und weniger fehleranfällig.

Möchten Sie wissen, wie viel Zeit und Kosten ein Routenzug in Ihrem Betrieb konkret einsparen kann? Mit unserem LiftLiner ROI-Tool können Sie das Einsparpotenzial schnell und einfach berechnen.

In welchen Branchen ist beidseitige Be- und Entladung besonders vorteilhaft?

Beidseitige Be- und Entladung ist besonders vorteilhaft in Branchen mit hohem Durchsatz, engen Platzverhältnissen und häufig wechselnden Ladungsträgergrößen. Dazu gehören vor allem die Automobilindustrie, die Elektronikmontage, der E-Commerce und die Paketlogistik, aber auch die Lebensmittelproduktion und Pharmabetriebe profitieren stark davon.

Automobilindustrie und Fertigungsbetriebe

In der Automobilproduktion laufen Montagelinien nach festen Taktzeiten. Jede Verzögerung bei der Materialversorgung wirkt sich direkt auf die Produktionsleistung aus. Beidseitiger Zugang erlaubt es, Teile genau dann und genau dort bereitzustellen, wo sie gebraucht werden, ohne den Routenzug neu ausrichten zu müssen. Bosch Rexroth in Slowenien setzt unsere LiftLiner Lösung zusammen mit anderen Ladungsträgern ein und transportiert damit Produkte zwischen 0,5 und 250 kg sicher und effizient.

E-Commerce und Paketlogistik

Im E-Commerce und in der Paketabwicklung geht es um hohe Volumina und schnelle Umschlagzeiten. Posti in Finnland nutzt unseren LiftLiner Routenzug für den internen Transport von großen und sperrigen Paketen. Die beidseitige Beladung ermöglicht es, den Zug schnell zu befüllen und an den Ausgabestationen ohne Zeitverlust zu entladen, was die gesamte Paketabwicklung beschleunigt.

Betriebe mit gabelstaplerfreier Logistik

Überall dort, wo Gabelstapler aus Sicherheits- oder Platzgründen reduziert oder ganz ersetzt werden sollen, ist beidseitiger Zugang beim Routenzug ein wichtiger Faktor. Er ermöglicht es, auch ohne Gabelstapler flexibel und effizient zu arbeiten, weil der Bediener von jeder Position aus auf die Ladung zugreifen kann.

Was sollte man bei der Planung eines Routenzugs mit beidseitigem Zugang beachten?

Bei der Planung eines Routenzugs mit beidseitigem Zugang sollte man vor allem die Breite der Fahrwege, die Positionierung der Abgabestationen und die Kompatibilität der Ladungsträger berücksichtigen. Nur wenn diese drei Faktoren aufeinander abgestimmt sind, lässt sich der Vorteil des beidseitigen Zugangs vollständig ausschöpfen.

Fahrwegbreite und Wendekreis

Beidseitiger Zugang bedeutet, dass Mitarbeitende von beiden Seiten des Routenzugs arbeiten. Die Fahrwege müssen daher breit genug sein, damit auf beiden Seiten gleichzeitig Platz für Bediener und Ladungsträger vorhanden ist. Gleichzeitig sollte der Routenzug selbst einen möglichst kleinen Wendekreis haben, damit er auch in engen Bereichen manövrierbar bleibt. Unser LiftLiner ist mit einem U-Turn-Radius von nur 4.500 mm (bei 3 Einheiten) der kürzeste und kompakteste Routenzug auf dem Markt.

Positionierung der Abgabestationen

Abgabestationen sollten so geplant werden, dass der Routenzug ohne Rangieren direkt neben der Station halten kann. Wenn Stationen auf beiden Seiten eines Fahrwegs liegen, lässt sich beidseitiger Zugang besonders effizient nutzen, weil der Zug in einem einzigen Halt auf beiden Seiten be- oder entladen werden kann. Das reduziert die Anzahl der Stopps und verkürzt die Gesamtroutenzeit.

Kompatibilität der Ladungsträger

Nicht jeder Routenzug unterstützt alle Ladungsträgergrößen. Bei der Planung sollte man darauf achten, dass der gewählte Routenzug mit den vorhandenen oder geplanten Ladungsträgern kompatibel ist. Unser LiftLiner transportiert verschiedene Ladungsträger in unterschiedlichen Größen ohne Kapazitätsverlust, und der LiftLiner RC ist speziell für Rollbehälter und Bodenroller ausgelegt und kann bis zu acht davon gleichzeitig transportieren.

Ein weiterer Planungsaspekt ist die Frage, ob Teilautomation sinnvoll ist. ZF in Tschechien kombiniert unseren LiftLiner mit einem fahrerlosen Transportsystem, das autonom zu den Abgabestationen fährt und automatisch anhält. Das ist eine Option, die sich besonders für Betriebe mit klar definierten Routen und hohem Durchsatz lohnt.

Wenn Sie mehr über unsere Routenzuglösungen erfahren möchten, finden Sie alle Informationen auf unserer Routenzug-Produktseite. Haben Sie Fragen zu Ihrer spezifischen Situation oder möchten Sie eine individuelle Beratung? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und wir finden gemeinsam die passende Lösung für Ihren Betrieb.